Ich liebe Animes! aka. Warum ich ein Otaku bin Teil 2

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Ja, vor langer Zeit schrieb ich einmal diesen Artikel hier. Den werden vielleicht die wenigsten je gelesen haben, aber trotzdem bin ich meinem Blog seit dem immer noch Teil 2 schuldig geblieben. Und da mir Karl in letzter Zeit ständig in den Ohren liegt, ich sollte mehr Liebe für Animes verbreiten und da ich in meinem letzten Artikel ja erst einmal all meine schlechten Gedanken zu Animes raus gelassen habe, folgt nun ein Artikel voller Liebe zu Animes.

Zaku greift nun zur Kotztüte, Karl freut sich und alle anderen dürfen sich einfach zurück lehnen. Ich werde  nun versuchen in Worte zu fassen, warum Animes mir so wichtig sind und warum sie mein Leben bestimmen, was mich meiner Ansicht nach zu einem Otaku macht.

Es gibt viele verschiedene Arten von Menschen da draußen und jeder Mensch definiert Glück und Freude vielleicht ein wenig anders, denn es gibt verschiedene Dinge, die einen Menschen zufrieden stellen können. Für den einen ist es vielleicht das größte Glück auf Erden, einen Partner zu finden und/oder eine Familie zu gründen. Andere Menschen lieben den Extremsport und wollen die höchsten Berge der Erde besteigen. Wieder andere sehen ihr Glück darin anderen Menschen zu helfen oder finden ihren Frieden und ihre Glückseligkeit in irgendeiner Religion. Ich selbst finde meine Zufriedenheit in Animes, denn ich liebe Animes, vielleicht mehr als alles andere.

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Ich bin kein so extremer Fan geworden, weil Animes jetzt unbedingt die Anspruchsvollste Art der Unterhaltung sind. Wie in einem anderen Artikel schon einmal angesprochen existieren doch eher recht wenig wirklich Anspruchsvolle Animes dort draußen und die meisten (darunter auch einige meiner besonderen Lieblinge) halten sich meist nur mit einer Menge Klischees über Wasser. Doch wo ist das bitte nicht so? Der Mensch sucht wohl nicht unbedingt immer nach der besten und Anspruchsvollsten Art der Unterhaltung für sich, sondern eher nach der, die ihn am besten unterhalten kann. Denn ja, Animes unterhalten mich und das auf einer Ebene, wo andere Medien einpacken können.

Natürlich bin ich auch ein extremer Gamer und liebe all den Frust und all die Herausforderungen, die dort auf mich warten, doch letztendlich reicht es nicht an den Spaß heran, den ich bei Animes empfinde, denn ich liebe Animes (wobei man Mangas hier ebenso hinzu zählen darf) über alles andere. Nun könnten einige schon fast meinen, dass mich Karl einer Gehirnwäsche unterzogen hätte, da er sonst immer von der Liebe zu Animes redet und ich eher nicht, oder jedenfalls nicht in dieser direkten Form. Jedoch war dieser Artikel hier schon sehr lange und auch fast in genau der selben Art geplant. Karl gab mir jetzt mit „der Liebe zu Animes“ einfach ein passendes Wort um auszudrücken, was mich so stark an Animes bindet.

Was genau liebe ich denn aber nun so sehr an Animes? Für mich sind Animes etwas mehr als ein einfaches Unterhaltungsmedium, denn sie wecken Gefühle und Emotionen in mir, wie sonst keine andere Sache. Ein gutes Beispiel hierfür wäre dieses Video hier:

Für die meisten ist dies vielleicht einfach nur jemand, der ein Musikstück auf einem Klavier spielt, für mich ist es jedoch so viel mehr. Es handelt sich nämlich um das Opening zu Kemono No Souja Erin. Es gibt wohl kaum ein Anime, wo ich mehr von der Liebe zu einer Serie sprechen könnte als hier. Man begleitet die Hauptcharakterin Erin auf ihrem Weg durch das Leben und fühlt all ihre Emotionen durch sie hindurch. Es gibt keine andere Serie, in der ich jemals solch eine starke und emotionale Bindung zu einem Charakter aufbaute wie hier. Ich fühlt ihre Verluste, ihre Trauer, ihre Wut, doch auch ihre Freude, ihre Neugierde und ihre Triumphe. In der letzten Episoden hatte ich wirklich 20 Minuten lang Tränen in den Augen und bekam das für mich schönste Ende aller Zeiten. Es fühlte sich wirklich gut an, diese Serie zu gucken und ich hoffe wirklich darauf, so etwas irgendwann noch einmal bei einem Anime erleben zu dürfen.

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Auch Higurashi war eine Serie, die mich wirklich extrem in ihren Bann zog. Zu Beginn mochte ich die Serie ja eigentlich gar nicht, da ich einfach falsche Erwartungen hatte und man einfach viel zu viele Abartigkeiten über die Serie hörte. Nach einigen Folgen fesselte mich die Serie dann jedoch so extrem, dass ich die Episoden gar nicht mehr schnell genug durchhauen konnte und ich Nachts auch kaum noch schlafen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Für mich war es wirklich die spannendste Serie überhaupt. Dieser Mix aus Gewalt, Trauer und Humor machte die Serie einfach zu einem einmaligen Erlebnis. Anders als bei anderen Serien mochte ich bei Higurashi nicht so sehr spezielle Charaktere, sondern mochte eher dir Gruppe der Protagonisten an sich. Es war eine unendliche Freude ihren Treiben in Hinamizawa zu zu sehen, ob sie sich nun gerade gegenseitig massakrierten, oder zusammen Blödsinn anstellten.

Bei dieser Serie hatte ich wirklich diesen unfassbar großen Wunsch, dass es eigentlich nie enden sollte. Ich wollte einfach nicht mehr auf die täglichen Geschichten aus Hinamizawa verzichten müssen. Das Ende der 1. Season war somit also schwer zu verdauen, auch wenn der letzte Showdown so unbeschreiblich toll war, dass ich ihn am liebsten gleich zweimal geguckt hätte. Etwas schade finde ich dann wirklich, was die aus Rei gemacht haben. Da war ich schon fast froh, dass es ein Ende hatte, bevor es noch peinlicher wurde.

Eine spannende Story und Emotionen sind für mich also wichtige Bestandteile von Animes, doch findet man solches natürlich längst nicht in jedem vor. Es muss ja auch gar nicht jede Serie solche Vorzüge haben, denn eine wirklich gut gemachte Comedy Serie kann einen auch wirklich super unterhalten und einem das schöne Gefühl geben, das richtige Hobby gewählt zu haben.

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Serien wie Azumanga Daioh oder Potemayo sind jedoch ebenfalls wichtiger Bestandteil meines Lebens und verdienen es ebenfalls geliebt zu werden (nicht ohne Grund renne ich überall mit meiner Potemayo Figur rum). Ein Anime muss einem nicht jede Folge zum heulen bringen, oder ständig eine gute Handlung aufbauen. Es darf auch gerne mal eine Serie sein, die einen einfach in jeder Folge herzhaft zum lachen bringt. Da dürfen Witze auch ruhig mal völlig sinnlos sein, wie es öfters auch mal in Excel Saga der Fall war. Hauptsache die Serie trifft eben meinen Geschmack.

An welchem Punkt meine Liebe zu Animes dann jedoch endet, sind wirklich blöde/unlustige Ecchi/Comedy Serien. Dies will ich hier jetzt jedoch nicht länger vertiefen, trotzdem sollte es erwähnt werden.

Meine Liebe zu Animes gründet also auf all dem, was ich mit und durch Animes erleben durfte und auch noch erleben werde. Sie unterhalten mich, mit ihren guten Geschichten, sie bringen mich zum lachen, mit ihren lustigen Einlagen. Sie bringen mich zum nachdenken, mit ihren Sprüchen und Zitaten, sie bringen mich zum weinen, durch die Verluste und Schicksalsschläge. Und ja sie bringen mich auch zum sabbern, durch ihren Fanservice. Animes sind mein Leben und ich wüsste nicht, was ich ohne sie tun würde, auch wenn ich sie in letzter Zeit seltener sehe als sonst, so bleiben sie mir doch trotzdem unendlich wichtig und es vergeht kein Tag, keine Stunde und auch keine Minute, in der ich nicht an sie denke.

Und wegen all dem, fühle ich mich als Otaku.

6 Gedanken zu „Ich liebe Animes! aka. Warum ich ein Otaku bin Teil 2

  1. Du sprichst mir aus der Seele, ehrlich.
    Wie du schon sagst handelt es sich bei Animes nicht immerselten um anspruchsvolle Unterhaltung, dennoch fühle ich mich durch die Gefühle die in mir ausgelöst werden gut unterhalten, ich fühle mich einfach nur gut.

  2. „Sie bringen mich zum nachdenken“
    ?
    Schau endlich mal richtig gute Anime. Bis du Baccano! fertig hast, habe ich noch weitere 10 Serien wie Bokurano beendet.

  3. @ Akatora
    „Du sprichst mir aus der Seele, ehrlich.“
    Das ist schön.

    @ ZakuAbumi
    „Schau endlich mal richtig gute Anime.“
    Habe ich bereits mehrmals getan und tue ich auch weiterhin.

    „Bis du Baccano! fertig hast, habe ich noch weitere 10 Serien wie Bokurano beendet.“
    Stimmt eigentlich, Bokurano wollte ich auch ewig schon mal gucken.

  4. Ich selbst finde meine Zufriedenheit in Animes

    Da nicke ich doch zustimmend. Klingt etwas dämlich, aber seit ich vor ein paar Jahren richtig mit Anime angefangen habe, bin ich besser gelaunt. Es gibt kaum was Besseres, als abends ein paar Folgen zu schauen, dabei Orangensaft zu trinken und Chips zu futtern. Der Austausch über Blogs, Twitter etc. ist zudem auch ein toller Aspekt, den ich nicht mehr missen möchte.

  5. Azmaria ist auf dem Artikelbild zu sehen!!! :3

    „Ja, vor langer Zeit schrieb ich einmal diesen Artikel hier. Den werden vielleicht die wenigsten je gelesen haben,“

    Wäre soweit nachgeholt… ;-)

    „Für die meisten ist dies vielleicht einfach nur jemand, der ein Musikstück auf einem Klavier spielt, für mich ist es jedoch so viel mehr.“

    I know this feeling~ Das ist wirklich ein schönes Opening Theme.

    „Auch Higurashi war eine Serie, die mich wirklich extrem in ihren Bann zog.“

    Wenn ich das immer so lese, muss ich die Serie wohl unbedingt auch noch schauen. Aber sich erstmal dazu aufraffen, zumal wirklich verdammt viel noch auf meiner Plan to Watch-Liste steht und aktuelle Seasons auch verfolgt werden wollen, wobei ich mich da in letzter Zeit frage, ob das so sinnig ist…

    „Ich selbst finde meine Zufriedenheit in Animes, denn ich liebe Animes, vielleicht mehr als alles andere.“

    So könnte man das eigentlich für mich ebenfalls stehen lassen und bringt es echt wunderbar auf den Punkt. Es ist die Unterhaltungsform, die mir am besten gefällt. Da kommt wohl so einiges zusammen. Genre-bedingt sind keine Grenzen gesetzt, weswegen interessante Darstellungen möglich sind. Dieser Bilderbuch-artige Look in Erin beispielsweise oder die optischen Spielereien in Texhnolyze/Lain. Sie können bei mir Emotionen auslösen und es gibt durchaus nachdenkliche & anspruchsvollere (wobei das wieder eine recht subjektive Sache ist) Werke. Vermutlich… äh, sehr wahrscheinlich gehöre ich auch zu denen, für die gilt 2D > 3D. Ich empfinde da eher Sympathie. Im Realfilm-Bereich würde man wohl keine Rei Ayanami oder Azmaria finden. xD
    Außerdem mag ich noch die japanische Kultur/Sprache.

  6. @ Raki
    „Wenn ich das immer so lese, muss ich die Serie wohl unbedingt auch noch schauen.“
    Ich brauche echt mal einen Artikel über Higurashi auf meinem Blog.

    „und aktuelle Seasons auch verfolgt werden wollen“
    Die neue Season die jetzt ansteht soll sogar verdammt geil werden… Warum rede ich über sowas in solch einem alten Artikel!?

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