Backen mit Lunya

Oder wie die Welt wirklich unterging… eine Backanleitung für Sachertorte im Yanderestil

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Heute also ein anwendungsbezogener Artikel…Geschichte hinter dieser Aktion: Ich hatte Geburtstag und zwecks einer deswegen stattfindenden Feier musste eine Torte her.

Für den Teig benötigt man:

  • 150 g leckere Schokolade
  • 6 Eiweiß und Eigelb (Größe M) für die Blitzmerker: d.h. ihr müsst sie zertrennen!
  • 160 g weiche (!) Margarine oder Butter (Wenn sie nicht weich ist, sorgt dafür!)
  • 100 g Paniermehl/Semmelbrösel/ oder wie auch immer es im Akzent eurer Wahl heißt
  • Vanillin Zucker (den bekommt man, wenn man Vanilleschoten genug “Druck” aussetzt…hehe)
  • 160 g Zucker

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Alles professionell abwiegen…
Schokoladenstücke genüsslich im Wasserbad schmelzen lassen, ihre Hilfeschreie ignorieren und Springform vorbereiten (einfetten und mit Backpapier belegen). Nicht vergessen den Backofen vorzuheizen (Ober-/Unterhitze: ca. 180 °C). Das vergess ich selber oft genug. Es gibt nichts Ärgerlicheres als eine Aktion die nach etwas Hitze schreit und sich dann um einiges an Zeit verlängern muss.
Tja, selbst einer Yandere passieren mal Fehler.
Anschließend müsst ihr das Eiweiß schlagen bis es steif wird. In meinem Fall eine seltsame Formulierung für ein durchsichtig blasenwerfendes Schleimmonster.
Ob das so soll?
Wer weiß. Bisher ist noch keiner dran gestorben, also warum nicht.
Butter in Rührschüssel mit Rührgerät deiner Wahl geschmeidig rühren und nach und nach Vanillinzucker & Zucker hinzufügen bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Das Eigelb (auf Turbostufe), die geschmolzene Schokolade und Semmelbrösel/Paniermehl unterrühren.

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Ja, das ist durchaus eine Menge Rührarbeit!
Es wird sogar noch besser: Den Eischnee darf man nämlich nur vorsichtig, mit viel Fingergefühl und ohne Beweise auf der Arbeitsfläche zu hinterlassen, unterheben.
An dieser Stelle spätestens sollte ich erwähnen, dass man sich zum Backen Zeit nehmen sollte. Viel Zeit.
Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sieht euer Teig sicher besser aus, als der hier:

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Euren wunderschönen Teig dürft ihr dann sanft in die präperierte Springform kippen.

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Denkt dran, sie wie im Bild schön nah an den Tischrand zu stellen, damit der Nervenkitzel größer ist. Dadurch kann sich das Ganze dann bis in die Nacht verlängern lassen… da ist die Arbeitsatmosphäre viel schöner.

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Das schiebt ihr dann alles in den Backofen, wartet 50 Minuten und macht eine Mitternachtsbackparty. Erfreut euch dieser tollen Idee für einen aufwendigen Artikel und nehmt euch für das nächste Mal vor Kekse zu kaufen.
Jetzt kommt der spannendste Teil, der Cliffhanger sozusagen, den ich fieserweise nicht mit Fotos unterlege, da zu dieser Zeit niemand in der Küche sein wollte, um Fotos zu machen. Vielleicht weil ein Messer und eine Yandere im Spiel sind.

Also hier nur das Ergebnis des Massakers:

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Was geschah Offscreen?
Nachdem der Tortenboden eines grausamen Todes in der Hitze des Ofens starb und er erkaltet von seinem Backpapier befreit wurde, durchtrennte ihn brutal (und waagerecht) ein besonders schön geschärftes, langes Messer. Die untere Hälfte wurde auf eine Tortengarnierscheibe Glasplatte gelegt um mit etwa 125 g Kirschmarmelade den Verlust des Blutes zu kaschieren.
Die moderne Yandere variiert zwischen Erdbeer-, Aprikosen- und Kirschmarmelade. Kirsche ist allerdings mein Favorit, da es am lebensechtesten aussieht.
Dann klatscht man den oberen Teil wieder drauf und tut so als wäre nichts gewesen.
Da sollten die meisten schon Übung drin haben…
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Für den Guss geht man spät nachts noch in den Supermarkt seines Vertrauens, weil man den Guss nach Anleitung anderweitig genutzt (gegessen) hat und erschreckt die Kassierer mit den roten Rückständen von vorigen Aktionen zu Tode, sodass sie einem die Fertigtortengüsse quasi nachwerfen.
Geht beruhigt schlafen und vergesst vorher nicht, den Ofen wieder auszustellen und auslüften zu lassen.
Dann zwingt ihr Familienmitglieder/Haustiere/Freunde oder was gerade sonst so verfügbar ist Fotos von eurer Verzieraktion am nächsten Tag zu machen. Versucht ihnen nicht zu viel Angst zu machen, sonst zittern sie zu sehr und ihr bekommt lauter verwackelte Bilder…wie dieses hier:OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Für die Schokosahne nehmt Sahne… und Kakaopulver.
Wer das nicht erfolgreich kombinieren kann, sollte es mit dem Kochen sein lassen und sich fortan von Fertiggerichten ernähren.
Um dem Ganzen noch einen künstlerischen Touch zu verleihen, kann man sich Marzipan nehmen und unschuldige Blümchen und Kügelchen formen.
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Und schon kann die fette Party steigen:

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Anzumerken wäre eventuell, dass bei der ganzen Aktion niemand zu schaden kam. Alle Gäste kehrten wohlbehalten zurück nach Hause (bis auf die Torte, die immer noch als vermisst gilt).

Wer Nachschlag aus der Sparte “Die Yandere-küche” will, soll welchen fordern…

Und jetzt viel Spaß beim fröhlichen Cosplayraten!

11 Gedanken zu “Backen mit Lunya

  1. Na Schwesterherz, wer hat denn diese genialen Bilder gemacht? hehe…XD
    Sieht sehr süß aus, aber könntest mehr von dem Kuchen auf den Rippen vertragen!
    -> Hat sehr sehr gut geschmeckt!^^ (Musst den auch für meinen Geburtstag machen bitte, In PINK!)
    :D

  2. @ Classica
    “Sieht sehr süß aus, aber könntest mehr von dem Kuchen auf den Rippen vertragen!”
    Du hast eindeutig mehr gesehen als wir.

    “Hat sehr sehr gut geschmeckt!”
    Ich werde meine Mutter zwingen ihn nachzubacken.

    Beim nächsten mal bitte mehr vom Cosplay selbst + Beweis, dass jemand das essen der Torte überleben kann.

  3. @Classica

    “Sieht sehr süß aus, aber könntest mehr von dem Kuchen auf den Rippen vertragen!”
    Dem Wunsch geh ich beizeiten gern nach.

    “(Musst den auch für meinen Geburtstag machen bitte, In PINK!)”
    Mit viel Glitzer und Ponys…

    @Shino-chan

    “Du hast eindeutig mehr gesehen als wir.”
    o.O

    “Ich werde meine Mutter zwingen ihn nachzubacken.”
    Wie gesagt… eine zeitaufwendige Angelegenheit. Aber das Resultat ist es wert.

    “Beim nächsten mal bitte mehr vom Cosplay selbst + Beweis, dass jemand das essen der Torte überleben kann.”
    Beim nächsten Mal eine professionellere Kamera und ein besseres Cosplay… (sofern es ein nächstes Mal gibt)
    Der Beweis ist, dass meine Imouto nach dem Verzehr noch Kommentare schreiben kann… Q.E.D.

    @StarlinM00N

    “Ich hoffe doch die Perücke hat nichts vom Kuchen abbekommen…oder umgekehrt.”
    Hat sie nicht, ich war ja vorsichtig (und dementsprechend langsam).

  4. Der Kuchen sieht wirklich lecker aus (was er auch angeblich war), aber über diese Tischdeko sollten wir nochmal reden! :P

  5. @Spam:

    “Buddy macht Kuchen?”
    Buddy? Und ich will ja nicht kleinlich sein, aber es ist/war eine Torte ;)

    “Der Kuchen sieht schonmal gut aus :3″
    Immerhin. Aber danke.

    @Nira:

    “Der Kuchen sieht wirklich lecker aus (was er auch angeblich war), aber über diese Tischdeko sollten wir nochmal reden! :P”
    Tja…so sieht das aus, wenn angehende Designstudentinnen/Aushilfen im Gastronomiebereich ihren Geburtstagstisch mit dem, was vorhanden ist, improvisieren müssen. Nächstes Mal gehe ich die Servietten einkaufen…^^’

  6. @Luna:
    Sachertorte ist nur dann Sachertorte, wenn sie aus dem Hause Sacher kommt.
    Und du bist nicht Buddy aus Kimi ga Yobu Megiddo no oka de? o.o

  7. Der Kuchen sieht lecker aus und hat wahrschein mindestens genauso gut geschmeckt wie es ausgesehen hat.

  8. @Spam:

    “Sachertorte ist nur dann Sachertorte, wenn sie aus dem Hause Sacher kommt.”
    Die GEMA der Torten: Das Hause Sacher… Immerhin ist mein Artikel noch nicht gesperrt worden. ;)

    “Und du bist nicht Buddy aus Kimi ga Yobu Megiddo no oka de? o.o”
    Nope. Oh Gott doppelte Verneinung, also: Nein, bin ich nicht ^^

    @Helena:

    “Der Kuchen sieht lecker aus und hat wahrschein mindestens genauso gut geschmeckt wie es ausgesehen hat.”
    Vielen herzlichen Dank. Mit Schokolade kann man bei den meisten wenig falsch falsch machen (es sei denn sie sind Veganer oder lactoseintolerant, dann muss man auf Zartbitter zurückgreifen).

    Die Wahl für die nächsten Gerichte läuft. Mittlerweile habe ich auch eingängigere Cosplay-Outfits. ^^’

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